Ein perfekter Mord
Krimi Rezensionen

Wolfgang Schorlau: Ein perfekter Mord

 

Genre: Krimi

Verlag: Edition Nautilus GmbH

Erschienen: 27. August 2008

Seitenanzahl: 64 Seiten

Preis: 3,99 € Kindle |  1,23 € Taschenbuch

 

Ein perfekter Mord

 

Inhalt von „Ein perfekter Mord“

Ein erfolgreicher Krimi-Autor langweilt sich. Seinen Alltag empfindet er nur noch als Pflichterfüllung. Der anonyme Auftrag, in einem Krimi den perfekten Mord in einem Museum zu inszenieren, scheint ein Glücksfall zu sein.

Voller Elan macht er sich an die Arbeit, doch dann muss seine Fantasie mit der Wirklichkeit konkurrieren. Er findet eine Leiche genau so, wie er es in seiner Geschichte beschrieben hat …

 

Meine Meinung

„Ein perfekter Mord“ von Wolfgang Schorlau ist ein literarischer Leckerbissen für Krimifans und Schorlau-Anhänger gleichermaßen. Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen, nicht zuletzt wegen des originellen Plots und der Tatsache, dass Schorlau sich selbst als Hauptfigur inszeniert.

Stell dir vor, du bist ein erfolgreicher Krimiautor und dein Alltag hat den Charme eines alten Teebeutels. Dann kommt dieser mysteriöse Auftrag ins Haus geflattert: Ein anonymer Auftraggeber möchte, dass du in einem Krimi den perfekten Mord in einem Museum inszenierst. Und weil das Leben manchmal absurd großzügig ist, gibt es auch gleich eine Anzahlung von 24.000 Euro. Klingt fast zu schön, um wahr zu sein, oder? Genau das denkt sich auch Schorlau, aber hey, welcher Autor könnte so einer Versuchung widerstehen?

Mit Begeisterung stürzt sich Schorlau in die Arbeit, feilt an seinem Mordplan und prüft die Machbarkeit im Museum. Doch dann holt ihn die Realität schneller ein, als er „Krimifigur“ sagen kann. Er findet eine Leiche genau so vor, wie er es in seinem Manuskript beschrieben hat. Nun steht er plötzlich selbst im Fokus der Ermittlungen, und seine Lage wird zunehmend prekärer.

Schorlau versteht es meisterhaft, die Spannung kontinuierlich zu steigern. Die Geschichte ist durchzogen von Wendungen und immer neuen Überraschungen. Besonders gefallen hat mir, wie Schorlau die Grenze zwischen Fiktion und Realität verschwimmen lässt. Du fragst dich ständig: „Hat er es wirklich getan?“ oder „Wer steckt hinter dem perfiden Plan?“

Ein besonderes Schmankerl sind die humorvollen Einschübe, die dem ernsten Thema die Schwere nehmen. Schorlau nimmt sich selbst und die Absurditäten des Lebens auf die Schippe, was dem Buch eine erfrischende Leichtigkeit verleiht.

Die Länge des Buches – oder vielmehr die Kürze – könnte man als Kritikpunkt sehen. Doch für mich war die kompakte Erzählweise ein Pluspunkt. Schorlau schafft es, auf wenigen Seiten eine dichte und fesselnde Atmosphäre zu erzeugen, ohne sich in Nebensächlichkeiten zu verlieren. Es ist, als würde man einen exquisiten Espresso trinken: kurz, stark und mit einem nachhaltigen Aroma.

Wenn du auf der Suche nach einem kurzweiligen, aber spannenden Krimi bist, der mit einem intelligenten Plot und einer guten Portion Humor aufwartet, dann ist „Ein perfekter Mord“ genau das Richtige für dich. Schorlau beweist einmal mehr, dass er nicht nur lange Krimis schreiben kann, sondern auch in der Kürze liegt seine Würze. Viel Spaß beim Lesen – und pass auf, dass dich keiner dabei beobachtet, wie du Pläne für den perfekten Mord schmiedest!


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Ein perfekter Mord


 

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