Genre: Sachbuch Verlag: Heyne Verlag Erschienen: 11. September 2024 Seitenanzahl: 224 Seiten Preis: 10,99 € Kindle | 16,00 € Paperback
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Inhalt von „Waschbären, die im Dunkeln leuchten“
Dies ist kein Buch über Fakten, es ist ein Buch über »Fakten«. Worüber auch immer Sie sich Gedanken machen, Sie können darauf wetten, dass es da draußen jemanden (oder etwas) gibt, der es schon untersucht hat. Die Ergebnisse dieser Mühen sehen wir hier – und sie könnten oft absurder nicht sein. Aber Vorsicht, es besteht Ansteckungsgefahr! Wenn Sie am Ende glauben, dass wir die dominante Spezies auf der Erde geworden sind, weil Raubtiere uns zu stinkend fanden, oder dass die Nachfahren von Jesus Christus als Knoblauchbauern in Japan leben – Sie wurden gewarnt!
Was hat ein leuchtender Waschbär mit dem PCR-Test zu tun?
Meine Meinung
Was für ein wildes, wunderbar absurdes Buch! Schon der Titel schreit förmlich „Ich bin anders!“ – und genau das ist „Waschbären, die im Dunklen leuchten“ auch: anders, schräg, lustig, zum Teil völlig irre, aber auf eine richtig charmante Art.
Dan Schreiber nimmt uns mit in eine Welt voller kurioser Ideen, exzentrischer Wissenschaftler und Theorien, bei denen man nie so ganz weiß: „Ist das jetzt Satire? Oder ist das wirklich so passiert?“ (Spoiler: Es ist oft wirklich so passiert – zumindest angeblich.)
Man begegnet Nobelpreisträgern, die Geister sehen, Pflanzen, die angeblich lügen können, und Forschern, die fest davon überzeugt sind, dass der Papst die Mondlandung inszeniert hat – oder so ähnlich. Der Stil? Locker, kurzweilig, manchmal ein bisschen britisch-schräg, aber genau das macht den Charme aus. Und wer sich je gefragt hat, wie Telepathie im Weltall funktioniert oder was genau es mit dem „Pauli-Effekt“ auf sich hat, wird hier fündig.
Aber: Wer wissenschaftlich fundierte Fakten oder tiefgehende Analysen sucht, ist hier eindeutig falsch. Das Buch ist eher ein Kuriositätenkabinett als ein Sachbuch. Es geht nicht darum, zu beweisen – sondern zu zeigen, wie bunt, seltsam und auch unterhaltsam die Welt der „Fakten“ sein kann.
Was mir besonders gefallen hat: Zwischen all dem Wahnsinn steckt doch ein bisschen Wahrheit. Die Erkenntnis, dass selbst die verrücktesten Ideen manchmal einen Funken Inspiration enthalten. Oder zumindest eine gute Story.
Also: Wer sich für abseitige Gedankengänge, skurrile Anekdoten und das bunte Treiben am Rande der Wissenschaft begeistern kann – und dabei auch mal herzlich über einen leuchtenden Waschbären lachen möchte – sollte dieses Buch unbedingt in die Hand nehmen. Es ist wie ein Abend mit einem sehr witzigen, leicht verrückten Freund, der einem die Welt erklärt … nur eben auf seine ganz eigene Art.
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