Liebesromane Rezensionen

L. M. Dalgleish: Cold King

Inhalt von „Cold King“

Cole King bekommt immer, was er will. Als COO der millionenschweren King Group mangelt es dem gut aussehenden Geschäftsmann an nichts – bis er Delilah kennenlernt. Die Frau mit den funkelnden grünen Augen löst Gefühle in Cole aus, die er so bisher nicht kannte. Sie verbringen eine leidenschaftliche Nacht miteinander, und auch wenn es eine einmalige Sache sein sollte, kann er Delilah einfach nicht vergessen. Und dann stehen sie sich plötzlich auf der Arbeit gegenüber!

Denn Delilah ist Mitglied von Elite Architecture, einem Architekturteam, das gerade frisch von der King Group für ein Projekt engagiert wurde. Und obwohl sich Cole und Delilah vornehmen, professionell zu bleiben und ihren One-Night-Stand hinter sich zu lassen, dauert es nicht lange, bis die Erinnerungen an jene Nacht ihre guten Vorsätze ins Wanken bringen …

Meine Meinung

Ich hatte hohe Erwartungen an „Cold King“, weil die Prämisse mich angesprochen hat: eine ehrgeizige Architektin, ein milliardenschwerer CEO, ein One Night Stand, der berufliche Konsequenzen hat. Dazu ein edles Cover und jede Menge positive Stimmen. Leider konnte mich das Buch dann nicht in dem Maß überzeugen, wie ich es mir gewünscht hätte.

Der Schreibstil von L. M. Dalgleish ist zweifellos angenehm. Man kommt schnell rein, die Sprache ist modern und flüssig, und die Kapitel haben ein gutes Tempo. Auch die Grundidee, einen Milliardär und eine aufstrebende Architektin in ein gemeinsames Bauprojekt zu stecken, bietet eigentlich jede Menge Stoff für interessante Konflikte. Ich hätte gerne mehr über die Architekturwelt erfahren, mehr über das Projekt, an dem sie arbeiten, mehr über die fachliche Dynamik zwischen beiden. Stattdessen verschiebt sich der Fokus sehr schnell und sehr deutlich in Richtung der körperlichen Anziehung.

Und da liegt für mich das Hauptproblem: Die Sexszenen nehmen einen sehr großen Raum ein. Wer Bücher mit viel Spice sucht, wird hier absolut auf seine Kosten kommen. Mir persönlich war es zu viel, weil dadurch die emotionale Entwicklung zwischen Cole und Delilah zu kurz kommt. Ich hatte bis weit ins letzte Drittel hinein das Gefühl, dass die beiden eine starke körperliche Verbindung haben, aber keine echte Beziehung aufbauen. Die süßen und tiefgründigen Momente, die es gegen Ende dann doch gibt, kommen dadurch etwas spät.

Delilahs Mutter ist eine wunderbare Nebenfigur, die dem Buch Wärme gibt, und auch die Andeutungen rund um Coles Brüder machen neugierig auf die Folgebände. Insgesamt ein Buch, das handwerklich solide und für Fans des Genres sicher ein Highlight ist. Wer sich aber mehr emotionale Substanz als körperliche Intensität wünscht, könnte ähnlich zwiegespalten sein wie ich.

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