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Arnold Schwarzenegger: Be useful

Inhalt von „Be useful“

Der größte Bodybuilder der Welt. Der bestbezahlte Schauspieler Hollywoods. Gouverneur der fünftgrößten Volkswirtschaft weltweit. Wie ist diese unglaubliche Serie an Erfolgen möglich? Wie konnte sich Arnold Schwarzenegger immer wieder neu erfinden und richtungsweisende Veränderungen in allen Bereichen schaffen, in denen er tätig wurde?

In diesem Buch enthüllt Schwarzenegger seine sieben Erfolgsregeln. Entlang einschneidender persönlicher Erlebnisse zeigt er, wie er durch eine klare Vision, harte Arbeit, Zuversicht und Demut seine Träume verwirklichte. Seine Hauptbotschaft: Sei nützlich. So machst du die Welt zu einem besseren Ort und dich selbst zu einem glücklichen Menschen.

Meine Meinung

Bei „Be Useful“ war ich ehrlich neugierig. Ein Mann, der vom österreichischen Dorfjungen zum Mr. Olympia, Hollywoodstar und Gouverneur wurde, hat offensichtlich irgendetwas richtig gemacht. Die Frage ist nur: Steckt hinter der Legende wirklich greifbarer Mehrwert oder nur gut erzählte Selbstinszenierung?

Was man bekommt, ist kein klassischer Schritt für Schritt Ratgeber. Es gibt keine Checkliste mit zehn Punkten, die man einfach abhaken kann und zack läuft das Leben. Stattdessen erzählt Arnold entlang von sieben Regeln aus seinem eigenen Weg. Viel Bodybuilding, viel Hollywood, viel Politik. Und vor allem sehr viel Arnold.

Mich hat überrascht, wie klar seine Grundhaltung ist. Vision haben. Hart arbeiten. Wiederholen, wiederholen, wiederholen. Verantwortung übernehmen. Nicht jammern. Das klingt erstmal simpel. Fast schon banal. Aber wenn jemand das über Jahrzehnte konsequent durchzieht und damit drei völlig unterschiedliche Karrieren auf Weltklasse Niveau aufbaut, bekommt das Ganze ein anderes Gewicht.

Gleichzeitig hatte ich beim Lesen öfter das Gefühl, dass es stark autobiografisch geprägt ist. Wer eine nüchterne Anleitung zur Persönlichkeitsentwicklung sucht, wird vielleicht denken: Das hätte man auch auf deutlich weniger Seiten sagen können. Viele Beispiele drehen sich natürlich um seine eigenen Erfolge. Man muss also eine gewisse Offenheit für diese sehr selbstbewusste Art mitbringen. Arnold war nie für Bescheidenheit bekannt, und das merkt man.

Spannend fand ich seine zentrale Botschaft, nützlich zu sein. Also nicht nur auf den eigenen Erfolg zu schielen, sondern sich zu fragen, welchen Beitrag man leistet. Das ist ein Gedanke, der in Zeiten von Selbstoptimierungswahn und Social Media Ego Show fast schon erfrischend bodenständig wirkt.

Für mich ist „Be Useful“ weniger ein revolutionärer Ratgeber, sondern eher ein Blick in den Kopf eines extrem ambitionierten Menschen. Man muss nicht alles unterschreiben. Man wird auch nicht automatisch zum nächsten Terminator des Erfolgs. Aber man bekommt Denkanstöße. Und manchmal reicht genau das, um sich selbst wieder ein Stück klarer auszurichten.

Kein perfektes Buch. Aber definitiv interessant, wenn man verstehen will, wie jemand tickt, der sein Leben immer wieder neu erfindet und dabei nie den Glauben an die eigene Vision verliert.

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